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(Eine Menschenrede von einem alten Lied, gegen das ergebene Vergessen.)
das nicht etwas dem verfall geschafft wird
das nicht etwas verfällt weil es für den ist der es geschafft hat
das es für den menschen geschaft ist weil er unter menschen schaffen erlernte
das es nicht in der maschinerie der arbeit der arbeit verfällt
sondern dem menschen
das ist naiv einfach menschlich und mag bedeuten:
das weil unmenschlich gearbeitet wird zu viel gearbeitet werden muss
das verwüstet wird weil der zweck des schaffens der gier und nicht der natur zugesagt
wird
das die vielfalt der greifbaren dinge nicht in der gier ihrer erschaffer sondern
im nutzen derer liegt die sie als möglichkeit begreifen
das die möglichkeiten nicht eröffnet werden durch die verfassung des machtwillens
sondern durch die interessen derer die sie benötigen und begreifen
das der machtwille nicht mehr zu bezeichnen ist weil seine denkbare möglichkeit
nur die freiheit und nicht die bemächtigung ist
schon wenn das bemächtigte nicht mehr ausdruck eines materiellen besitzes sondern
einer geschaffenen freiheit ist wird es die bemächtigung verstummen
lassen
wenn ungleichheit über vergleich produziert wird dann darf nicht die ungleichheit
sondern schon der vergleich entlaft werden als: verschwendung
verleumdung
verengung
als unvermögen!
wenn ungerechtigkeit durch das recht eines einsamen ausdruck findet
und unrecht durch die erlittene hinnahme des anderen einsamen
dann muss der kampf gegen ungerechtigkeit
der kampf gegen das recht des einen über den anderen sein
doch auch das vermögen recht über den anderen zu entfalten
muss in diesem kampf entlaft werden als:
verschwendung
verleumdung
verengung
als unvermögen!
das ist naiv einfach menschlich und mag bedeuten:
das weil bemächtigt wird zuviel macht bedeutung hat und arbeit schafft die unrecht
schafft
das ungerechtigkeit sich nur entfaltet wo zuviel möglichkeiten recht zu haben bedeutung
besitzen
das ist ganz einfach
auch ganz menschlich
und gleichermassen naiv
aber es bedeutet auch:
das gegenteil dieser bedeutungsfälle ist nicht nur komplizierter sondern
auch:
gier habsucht hass und unverständnis
und derjenige der es komplizierter haben will
eben gierig habsüchtig und voll hass und unverständnis ist
2. Die Lüge vom unabwendbaren Egoismus:
sind diese komplikationen ausgang unserer zivilisation bedeutet es nicht die hinname
dieser verfallenen zivilisation nicht die hinname ihres fluches der fassadenreichtümer
sondern
sie sind ausdruck dieses fluches:
bedeutungen in der besetzung von gier habsucht hass und unverständnis.
sprache in der verirrung von gier habsucht hass und unverständnis.
dialog in der isolationszelle der logik einer verwüstenden zivilisation.
dieser ausdruck ist aber weder einfach noch menschlich und auch nicht naiv!
diese zivilisation zwingt ganz verlockend zu ihrer inneren logik:
durch ihre unmenschlichkeit
entmenschlicht ihre logik bis zu der anmaßung
bereicherung in einem zweckverbündnis
vor menschlichkeit zu stellen.
nun ist es aber unfein und gilt als dumm und naiv diese verwirrte logik zu vereinfachen
und im rücken all dieser stummheit sind doch worte entwurzelt und ihrer bedeutung
entlöst
all die logik zu verengen und das bild der verwüstung weitlaüfig ausgeschmückt zu
verinnerlichen.
so treibt uns lockflucht als fortschritt umher
so bedienen uns zeitantreiber als zeitvertreibe
so lenkt gezieltes massentreiben als mode in buntere unifomen
so treiben flüchtige verdummungs gegenstände als spielsachen unseren kindern das
interesse
an menschlichkeit und natur aus dem wesen
so stösst uns misstrauen und überwachung als sicherheitsmassname in die falle
so bleibt freiheit nur die vielfalt der besseren zwangsmaßnamen
so darf bedürfnis bei menschen erzeugt werden sogar wenn es vor allem sucht nach lenkung
produziert
so riss die zivilisierte maschine die bedeutungen an sich:
bis am ende die umkehrung als
doppelter salto der verirrung
mit ironisch grinsendem lächeln dastand:
da war schliesslich der mensch plötzlich von natur aus:
machtgierig habsüchtig und selbstliebend und alles schien plötzlich ganz unumgänglich und einfach, wenn auch manchmal bedauerlich, doch alles andere als wirklich naiv und dumm.
3. Die Zuchtlager der Bereicherungsmaschine:
in diesem psychischen krankwerk erleben nun die ersten
generationen schon eine heuchlerische aufzucht. sie müssen
immer und immer wieder damit umgehen lernen müssen es immer und immer wieder
verinnerlichen. müssen tag um tag mit der nebenwirkung der
antriebslosigkeit und resignation umgehen lernen. sie müssen ihre
freiheitsgefühle und ihre selbstachtung darin definieren und vergessen so freiheit und
selbstachtung als tiefe menschliche begriffe. sie müssen sich durchkämpfen durch die
verflechtungen immer neuer entstehender herrenkasten der
bereicherungen und ihre hoffnungen unter ihnen verstauen. all die opfer an
menschlichkeit müssen sie bis zur unkenntlichkeit verrenkt abgeben um ihr krankwerk zu
akzeptieren. selbst schon zu lobbyisten einer unmenschlichkeit
geworden mussten sie sich mehr oder weniger mit ihrer aufzucht anfreunden. die
missbildungen die an ihnen vorgenommen wurden schliesslich als normale bildung und
menschliche existens akzeptieren. so wird man sie oft nur noch als heimliche hetzer und
raffer des krankwerks wiedererkennen, denn was sie durchgemacht haben ist niemals freiheit
gewesen. was sie wählen durften war niemals eine auswahl. und ihr scheideweg blieb nur
noch: unter verschiedenen belohnungsstufen mitzumachen oder in aller stille ausgestossen
zu werden. in ihrer von natur als reichhaltigen umgebung züchtete man sie zwischen der angst vor mangel und der verlockung sinnentlerten
überflusses. als ein grosses kunstück der psychischen mishandlung kann angesehen
werden dass man ihnen ihre umgebung ihre gesellschaftsform auch wärend dieser
zuchtvorgänge als demokratisch und freiheitlich verkaufen und beschliessen konnte.
als dann menschenmassen-zerfetzer im namen ihrer zivilisation abgeworfen wurden und ihnen
namen ausgeliefert wurden wie "friedensschaffende massnahme" regte sich kaum noch widerstand in der aufgezüchteten reien einsichtiger.
es lassen sich aus einem naiven menschlichkeits begriff einige einfache grundregeln
ableiten
die unabhängig von der zivilisationmaschine ihre entfaltung erhalten:
- unsere bildungssysteme sind solange zuchttrakte bis sie produktiv-
und leistungsdenken völlig vergessen. solange sie nicht freiwilligkeit, positive
anregung zur auseinandersetzung mit der natur und der menschlichen umgebung als einzigen
antrieb verstehen... solange sie nicht den begriff der erziehung zu
gunsten der entfaltung verwerfen... solange sie ihre opfer massregeln und
keativität in vernichtendem masse kanalisieren... solange werden sie nur verschiedene
stufen der dummheit und stumpfheit züchten. ihre erfolgsgeschichten
sind die der erfolgreichen kämpfe einiger menschenkindern gegen ihre mishandlung.
in ihrem wohlglauben an die grundsätzliche richtigkeit dieser bildungslager verstärken
viele eltern auf grausamste weise die erniedrigenden zwänge und vernichtende
leistungstrimmung ihrer kinder. darum sind nach dem abschluss der schule all zu viele
ihrer opfer in ihrem geistigen wesen verstumpft und zurückgeblieben. unsere schulen sind
die ersten zivilisationsmaschinerien auf einem lebensweg die zu schwerwiegenden
veränderungen des menschlichen wesenszustandes führen. sie
erzeugen habgier missgunst einsamkeit agression und gewalttätigkeit. in ihrer
wurzel befördern sie vorallem agressiven egoismus. besonders menschlich offen und
tiefsinnige kinderwesen haben mit dieser indoktrination des unabwendbaren egoismus zu
kämpfen und müssen auf ihrem weg durch diese krankungslager spaltungen in ihrer person
vornehmen.
- der wille zu reichtum zu gelangen ist eine psychische erkrankung. bereicherung ist kein menschlicher trieb sondern ein syntetischer. so
muss die lust an bereicherung angezüchtet werden.
- mehr als die hälfte seiner tageszeit mit abhängiger geregelter arbeit zu
verbringen ist sicher eine unrealistische zumutung und gemeine
zeitverschwendung. der grund dieser massenhaften verunstalltung der lebenszeit
liegt in der extremen misswirtschaft der gesellschaftlichen resourcen.
- werbe und unterhaltungsindustrie dienen weitgehend nur noch der bereicherung und
befördern die sucht nach denkens- und kreativitätsfeindlichen beschäftigungen. sie wiederum achten auf die züchtung von dienlichen konsumenten und
streben ihre totale einschätzbarkeit an. obwohl fast jeder konsument sich dessen
bewusst ist, bleibt kaum eine wahl den "deal" nicht einzugehen. sie begeben sich
damit gewissermassen zwangsfreiwillig in eine abhängigkeit zu ihrer verteilerkaste. diese
herrenkaste der unterhaltung und konsumpropaganda hat selbstverständlich nicht ihr
menschliches wohl und ihre entfaltung im sinn. das kann man sehen wenn man sich ihrer
unterhaltung kritisch aussetzt. man kann es also permanent sehen.
damit ist die bedingung für eine menschliche entfaltung und lebendigkeit die innere und
äussere überwindung dieser herrenkaste. ausserdem führt ein grossteil dieser industrie zur spracharmut und vereinsamung. sie frisst vielmehr eine
tiefgreifende wirklich ehrliche lebenslust. kurz gesagt sie macht
eigendlich nicht mal spass. es gibt also keinen menschlich vernünftigen grund für
ihre existens.
- ein grossteil unserer gebrauchsgegenstände sind zwecklos. wir benötigen sie nur
im kontext unserer abhängigkeit und verstumpfung. wir werden aber immer wieder gezwungen
sie zu benötigen. in milderen formen werden sie uns aufgeschwatzt. ausserdem werden wir
durch sie häufig registriert überwacht und greifbarer für alle
mishandlungen gemacht. ihr wesendlicher inhalt ist eine gross angelegte
fortschrittshysterie und eine menge holer versprechungen. sie stellen verräterische massenmedikation gegen die nebenwirkungen der
profitorientierten menschenzucht dar. ihre hilfestellungen sind oft heuchlerisch
und manchmal praktisch zugleich, was sie nicht davor bewart verschwendung zu sein.
- die verheerende globale kapitalverstrickung überwuchert unsere
erdennatur. niemals zuvor wurde mehr verschwendet. monopoltumore
verankern eine weltherrenkaste fast untrennbar und zersetzen kulturen und geselllschaften.
so wird der dialog der verketteten kulturen abgeflacht bis auf das unerträgliche mass der
dienstbarkeit. so werden in fremdisolierten kontraktzellen verbindungen geknüpft,
gemeinsame streiter, doch zwischen den menschen bleibt die begegnung ein misstrauisches
feld der gierigen wettläufer. keine andere kaste scheint
unmenschlicher und unnatürlicher resourcen zu verschwenden wie sie. der aparrat
der gier und habsucht findet seine festigung und seine grösste vernichtungskraft in den
fusionierten geldkolossen. stünde gewinn im ebenbürtigen werteraum zu energie und
umweltverarbeitung wären die grössten raffer der neuen globalen märkte ein ungeheuerliches verschwendungs und verlustgeschäft. und doch
sind sie den einfachen menschen ganz nah. denn steht nicht das mass dieses verlustes
einmal dem masse des verlustes für den einzelnen menschen gleich.
- es ist nicht neu aber sehr vergessen, das womöglich die freien demokratien unserer
heimatzivilisation nur noch geringste kanalisierungskräfte der
maschinerie entgegensetzen können, ja dürfen. dass sie dadurch ihren menschen
niemals näher immer nur zunehmend ferner standen. das sie in benahe verhöhnender weise
zwar dem menschen gerichtet sein sollten doch ihm nunmehr höchstens billig die
unabwendbarkeiten zu begründen suchen. das ihre unterschiede und ihr selbstverständnis
längst der verwüstung anheimgefallen ist der sie sich machtlos entgegengestellt finden.
so sind sie zum alltag der schautribünen zu nörgelnden verstrittenen rentnern über die
zeit in ihr siechenheim verbannt und stossen auf unverständnis auf allen fronten. die
verwüstungsmaschine hat ihnen längst die suppe versalzen und ihre ideale sind gestutzt
in dem masse wie ihre kandidaten sich maulfeil dem scheinbaren
zeitzwang hingegeben haben. die leeren stammtischfratzen gieren nun um die gunst
der stumpfgeschalteten durchgeknallten und suchen einfache losungen die ihrem abgang in
der maschine fahrt verschaffen und somit sich selbst die versprechung
des rasenden fortschritts und der aufgehobenheit in ihrem zwangstrichter. so wäre
es wohl zutiefst fatal diesen irren treibern das feld zu belassen und ein all zu simpler
kurzschluss sich von all diesem unwesen abzuwenden. doch bleibt am
ende ein umsturz dieser scheinfreiheiten unumgänglich um die sprache zu menschen
zu finden und nicht im gekenterten phrasengeschäft an leere und mitläufertum zu
ersticken. einen traum zu erklettern soll die freiheit dann mit den bewohnern des
freien menschenraumes ausdruck finden in ihren lebensräumen ganz nah bei ihnen und nicht
in der ferne ihrer betreiber und betriebe.
5. Bedeutungsräume naiver Menschlichkeit festsetzten:
so bleibt uns doch zum schluss die hoffnung einmal einen ausdruck naiver menschlichkeit zu
finden.
der rasende stillstand die selbstgewissheit und vernichtende macht der sogenannten
weltzivilisierten.
all ihre durchschaubaren und gleichzeitig unglaublichen lügen sind unerträglich!
sie langweilen uns!
hat sich sogar in den zeiten des kalten krieges
noch vieles an menschenverständnis und schöpfungsraum für uns gebildet
ist es danach
zu einem brutalen
lächerlich
selbstgewissen stillstand
gekommen der sich ganz fälschlicher weise
als unumgänglich zu definieren versucht.
doch ist es nicht gerade dann einmal wieder zeit nicht die hoffnung aufzugeben einen neuen
versuch der menschlichkeit zu wagen? einen umsturz oder eine zutiefst überaschende
entwicklung niemals zu vergessen? sich selbst im kontext der verirrtheit und der
traumatisierung zu sehen und sie doch einmal zur waffe zu machen. einen ausgang anzugehen.
einen versuch zu wagen. einer befreihung zur menschlichkeit entfaltungsvermögen (aber
auch ein mögliches scheitern zu gönnen).
der vernichtenden maschine die mit uns umgeht - der treibenden
propaganda - der züchtenden erziehung ihre bedeutungen und begriffe zu entreissen an
denen sie sich hält. ihre sprache zu verunstallten und reglos zu machen.
ihre dialogunfähigkeit zu demaskieren.
eine welt zu fordern die uns als mensch nahe steht und nicht als kastenbewohner
verschiedener macht und bereicherungswerke ausgeliefert alleine lässt.
eine natur zu erfassen und vergegenwärtigen die uns begriff und lebensstätte und nicht
brauchbare beute ist um die wir uns
schliesslich auch noch mörderisch streiten dürfen.
eine ideeenumgebung voll traum und entfaltung einem jedem zu
grunde zu legen anstatt ...
die aufwachsenden zu verstumpfen
die aufbegehrenden zu verstummen
die sich entfaltenden in gehegen der behandlung zu verengen.
eine schaffens und arbeitsumgebung zu fordern die für uns und bei uns genauso anregend
wie verständlich der verwirklichung der eigenen bedeutung des eigenen menschenwesens und
nicht einen kalten und unbegreiflichen "deal" bedeutet.
eine selbstverständlichkeit der gemeinsamen materiellen grundlagen
um sich in dem masse zu verwirklichen in dem es auch die gesamte menschengemeinschaft in
ihrer entwicklung kann.
nicht einer sinnlosen verschwendung instrumentalisierter besitztümer ausgeliefert zu sein
sondern entscheidungen verschiedener lebenswege treffen zu können
und an ihnen mitzuwirken.
einen jeden menschen aus seiner stärke anzusehen und anzuregen. mutige
menschen aufwachsen zu lassen. verantwortung und selbstvertrauen nicht mit
produktivitätsvorstellungen zu verseuchen sondern selbstbewusstsein
aus persönlicher autorität ideen- und seelentiefe zu nären.
hat sich der heute wildernde geschwindigkeitsaperat erst genug demaskiert und ist seiner unersättlichkeit erst seine eigene fassade zum opfer gefallen wird der kampf des menschen um den menschen in die enge getrieben genug sein, damit wir das schlachtfeld nicht den psychophaten der letzten zuchtüberreste und ihrer habgier überlassen dürfen. doch solange wir innerhalb der zuchtlager und brutstätten still gefangen und ausgeliefert sind sollten wir uns nicht durch resignative zustimmung oder passive depression zu verstecken suchen. nicht den keil der ironischen fatalismen zwischen uns treiben sondern unsere seelen und wesen als naive menschen durchtragen durchkämpfen. so müssen wir innerlich wildwuchernd uns befreien von den zuchtbetrieben im hirnraum. oft scheint der absprung zum aufrechten optimismus und erfüllender kritikbereitschaft ein so einfacher schritt der seele und einmal womöglich doch ein kleiner bewustseinsraum mehr der überlebt hat um menschlich zu begründen wo verachtung und schutt karg zurückbleibt vom heutigen
fortschrittsbalg.
Für jedwede An- als auch Aufregungen bin ich mir nicht zu
schade:
EMAIL: benjamin@rischer.com